Hallo, die nächste Filmrezension, die ich nachzuholen habe, ist die zum neuesten Abenteuer aus dem Star Trek Franchise: Star Trek von J. J. Abrams.

Zum Inhalt:

Der Film beginnt mit der Außenansicht der U.S.S. Kelvin, befehligt von Captain Richard Robau um den ersten Offizier George Samuel Kirk, wird von einem unbekannten, riesigen Schiff angegriffen, welches kurz zuvor aus einem schwarzen Loch erschien. Kurz vor der Zerstörung der Kelvin meldet sich der Vertreter des anscheinend romulanischen Schiffes und verlangt Captain Robau sofort an Bord. Dieser macht sich, nachdem er Kirk zum Captain befördert hat, mit einem Shuttle auf ins Innere des beeindruckenden Raumschiffs und wird nicht gerade höflich empfangen. Der erste Offizier der Nerada wendet sich an Robau, zeigt ihm das Hologramm eines kleineren Raumschiffs und will wissen, ob dieser den Schiffstypen erkennt. Robau entgegnet jedoch nur, wer der Captain des romulanischen Schiffs ist, und wendet sich an den dahinter sitzenden Nero. Erneut fragt der erste Offizier den föderierten Captain, diesmal zeigt er ihm ein Hologramm des gealterten Spocks und will wissen, ob Robau Botschafter Spock kennt. Robau verneint und fragt wütend, wer Nero das Recht gäbe, ein Föerationsschiff anzugreifen. Außer sich vor Wut über die nicht erhaltenden Informationen springt Nero (gut gespielt vom Australier Eric Bana) plötzlich auf und tötet Captain Robau mit seinem Kampfstab. Unter dem heldenhaften und selbstopfernden Einsatzes von Captain Kirk schafft es der größte Teil der Besatzung der Kelvin, darunter Kirks gerade gebährende Frau, mit Shuttles zu fliehen, bevor Kirk die Nerade rammt und außer Gefecht setzt. Die Kelvin wird dabei zerstört. Nach einem einfach beeindruckenden Intro mit sehr coolem Score und der Einblendung des bekannten Star Trek-Symbols und davor stehendem Schriftzug “Star Trek”, der das gesamte Publikum zum jubeln und klatschen bringt, springt der Film ein wenig in die Zukunft, zu dem jungen James Tiberius Kirk, welcher in einem Sportwagen sitzt und auf einer Bundesstraße entlang rast. Kurzes, aber lächerliches Produkt-Placement: Der bekannte Nokia-Standardklingelton ertönt, Kirk drückt auf ein modernes Nokia-Handy und sein Ziehvater schimpft mit ihm über den gestohlenen Wagen. Auf einmal wird Kirk von einem Polizisten verfolgt und rast auf eine Schlucht zu, wo er den Wagen schließlich hinunterrasen lässt, nachdem er kurz vorher aus dem Wagen springen kann. Szenenwechsel: Der Planet Vulkan. Etliche junge Vulkanier befinden sich in Test-“Räumen” und absolvieren verschiedene Prüfungen (wie in Star Trek – Zurück in die Gegenwart” bereits gezeigt). Spock wird von ein paar “Mitschülern” aufgrund seiner menschlichen Mutter gehänselt, woraufhin er einen der Jungen übel verprügelt. Einige Jahre später, Kirk (Chris Pine) ist zu einem rebellischen und zynischen jungen Mann herangewachsen, der in einer Bar rumhängt und eines Tages die dort an der Theke sitzende Uhura anbaggert, welche ihn jedoch abblitzen lässt. Daraufhin kommt es zu einer Schlägerei zwischen Kirk und einigen Sternenflottenkadetten, welche von Captain Christopher Pike beendet wird. Dieser ist entsetzt darüber, wie sich der Sohn des Helden Kirk benimmt und überredet diesen, der Sternenflottenakademie beizuteten. Am nächsten morgen geht bereits das Shuttle, in dem Kirk den flugängstlichen Leonard McCoy kennenlernt. Spock (Zachary Quinto), nun erwachsen, entscheidet sich auf Vulkan gegen eine Aufnahme in der vulkanischen Wissenschaftsakademie und für die Sternenflotte, auch aus dem Grund, dass er immernoch Vorurteile aufgrund seiner menschlichen Mutter ertragen muss. Drei Jahre später unterhalten sich Kirk und sein mittlerweile bester Freund McCoy über den von Kirk bereits zweimal nicht bestandenen, berühmten Kobayashi Maru-Test (in Star Trek – Zorn des Khan wurde der Test bereits erwähnt). Kirk ist jedoch zuversichtlich und will den Test ein drittes Mal ablegen, was McCoy für wahnsinng hält. Später schafft Kirk den Test mit übertriebener Gelassenheit, worüber sich sämtliche Anwesenden schockiert wundern. Kirk wird vor ein Komittee gestellt und über den Vorfall ausgefragt, für den der Programmierer des Tests, Commander Spock, ihn anklagt, geschummelt zu haben, da Kirk eine Subroutine eingesetzt und aktiviert hat, um die Bedingungen des Tests zu ändern. Ein Test, welcher eigentlich die Kontrolle eines Captains über sein Schiff in einer auswegslosen Situation testen sollte. Kirk entgegnet seinen berühmten Satz: “Ich glaube nicht an auswechslose Situationen” (ebenfalls in Star Trek – Zorn des Khan erwähnt). Während der Verhandlung trifft jedoch ein Notruf von Vulkan ein, wodurch sämtliche Kadetten, mit Ausnahme des suspendierten Kirks, auf verschiedene Föderationsschiffe verteilt werden. Mit einem Trick schafft es McCoy, Kirk ebenfalls auf die Enterprise zu holen, indem er ihm eine Krankheit verpasst und ihn somit, als behandelnder Arzt, einfach mitnehmen darf. Auf der Enterprise gibt (der mit einem extrem nervigen und übertriebenen russischen Akzent sprechende) Chekov (Anton Yelchin) eine Meldung durch, dass Vulkan wegen eines “Unwetters im Weltraum” im Ausnahmezustand ist. Kirk, dem das Phänomen bereits aufgrund der Vorkommnisse beim Tod seines Vaters bekannt ist, rennt zur Brücke und unterrichtet Pike darüber, dass es sich um einen Angriff der Romulaner handelt und nicht um ein Naturphänomen. Mit Mühe schafft er es, diesen zu überreden, dennoch schafft es die nun vorbereitete Enterprise nicht, Nero abzuhalten, das unterlegende Föderationsschiff zur Aufgabe zu zwingen. Nero erkennt die Enterprise als das Schiff, auf dem Spock gedient hat, weshalb er sie nicht zerstört. Er verlangt wieder den Captain des Schiffs an Bord, woraufhin Pike Kirk zum ersten Offizier macht und das Schiff mit einem Shuttle verlässt. Man findet heraus, das das romulanische Schiff eine Art Waffe auf den Planeten gerichtet hat und kommandiert Kirk, Sulu (John Cho) sowie einen unbekannten weiteren Sternenflotten-Offizier ab, um diese Waffe zu zerstören, welche ebenfalls sämtliche Kommunikation sowie die Transporter blockiert. Auf der Nerada angekommen wird er gefesselt und Nero erzählt ihm, wie Ende des 24. Jahrhunderts eine Supernova Romulus zerstört. Pike, völlig perplex, weiß nicht, wovon Nero spricht und versichert ihm, dass Romulus immernoch existiert, doch Nero, geblendet von seiner Wut und Trauer über den Verlust seiner Frau und des ungeborenen Kindes lässt Pike eine centaurianische Schnecke einsetzen, um von ihm die Codes für die Schutzschilde der Erde herauszubekommen. Kirk und Sulu schaffen es, den Bohrer zu zerstören, können jedoch nicht verhindern, dass Nero einen Torpedo, geladen mit “roter Materie”, in das gebohrte Loch abfeuert und damit innerhalb des Planeten ein schwarzes Loch erzeugt, welches Vulkan langsam von innen heraus verschlingt. In Angst um seine Familie und den Fortbestand der vulkanischen Kultur beamt Spock daraufhin auf die Oberfläche, um den obersten vulkanischen Rat sowie seine Mutter zu retten. Spocks Mutter schafft es nicht mehr und Spock muss mitansehen, wie sie mitsamt des Planten in das schwarze Loch gesogen wird. Zurück auf der Enterprise streiten sich Kirk und Spock über die weitere Vorgehensweise, und aufgrund dessen lässt Spock Kirk wegen Befehlsverweigerung auf dem naheliegenden Eisplaneten aussetzen. Nach einer ziemlich überflüssigen Verfolgungsszene durch ein riesiges rotes Etwas (ich habe mich an die Unterwasser-Szene aus Star Wars Episode I erinnert gefühlt…) Dort trifft Kirk auf den älteren Spock aus der Zukunft trifft, welcher ebenfalls, wie Nero damals, durch das schwarze Loch in der Vergangenheit eintraf und dort von diesem gefangen genommen und hier ausgesetzt wurde, um die Zerstörung Vulkans zu beobachten. Er erfährt, dass Kirk nicht Captain der Enterprise ist und gibt diesem den Tipp, sich auf ein Sternenflottenprotokoll zu berufen, welches besagt, dass ein Captain, der emotional kompromitiert ist, das Kommando abgeben muss. Spock zeigt Kirk außerdem per Gedankenverschmelzung, warum die Angriffe durch Nero stattgedunden haben: In der Zukunft droht eine Supernova, Romulus zu zerstören, woraufhin sich Spock bereit erklärt, den Romulanern zu helfen, indem er die Supernova mit roter Materie durch ein schwarzes Loch aufsaugen lässt. Jedoch kommt Spock zu spät beim Romulus an und dieser wird zerstört. Nero, der in der Nähe war und das Unglück überlebte, macht Spock dafür verantwortlich. Beide Schiffe werden durch das schwarze Loch, welches Spock noch erzeugte, um schlimmeres abzuwenden, angesogen und in die Vergangenheit, also die aktuellen Geschehnisse, gebracht. Sie machen sich auf dem Weg zum nächsten Sternenflottenstützpunkt auf dem Planeten, wo sie auf Montgomery Scott (köstlich: Simon Pegg) und seinen (etwas nervigen und an einen unbehaarten Ewok erinnernden) Assistenten treffen, welche sich dort zu Tode langweilen. Durch eine Formel, welche Scott später erfinden wird und nun vom älteren Spock erhält, schaffen sie es, Kirk und Scott auf die Enterprise zu beamen, obwohl sich diese mit Warpgeschwindigkeit fortbewegt, was bis dato noch als unmöglich galt. Nachdem Kirk Scott aus einer Wasserleitung gerett hat, werden die beiden zu Spock gebracht, welcher verlangt zu erfahren, wie sie es geschafft haben, ab Bord zu beamen. Daraufhin fängt Kirk an, Spock zu provozieren, bis dieser schließlich wutentbrannt auf Kirk losgeht und ihn beinahe erwürgt, bevor er wieder die Kontrolle über sich gewinnt und sich von der Brücke entfernt. Nun gibt es keinen Captain und ersten Offizier mehr, woraufhin sich Kirk in den Captain-Stuhl setzt und als ehemaliger erster Offizier das Kommando übernimmt und so Captain der Enterprise wird. Er befiehlt der Enterprise, gegen den ursprünglichen Plänen von Spock, sich zurückzuziehen, zur Erde zu fliegen, welche Nero als nächstes angreifen will, um ihn dort zu bekämpfen. Durch einen Trick von Chekov gelangen sie unentdeckt in die Nähe der Nerada und Kirk sowie Spock beamen auf das feindliche Schiff. Nach einem Kampf mit dem ersten Offizier von Nero, den Kirk tötet, findet er Pike und rettet ihn. Dann entdecken sie das Schiff von Spock aus der Zukunft und Spock entscheidet, das Schiff zu betreten, woraufhin er bemerkt, dass er vom Schiff mit “Willkommen, Botschafter Spock” angesprochen wird. Außerdem fällt ihm auf, dass die Technologie weit fortgeschritten ist und merkt, dass das Schiff mit seinem zukünftigen Ich hergekommen sein muss. Er fliegt das Schiff mit der schwarzen Materie in Sicherheit, woraufhin Nero auf das fliehende Schiff feuern lässt, die Tatsache ignorierend, die rote Materie möglicherweise zur Explosion zu bringen. Er lockt die Nerade weg von der Erde und begibt sich schließlich auf Kollisionskurs mit ihr, unterstützt von der auftauchenden Enterprise, welche die Torpedos der Nerada von Spocks Schiff fernhält. Nero ahnt, was Spock vorhat, schafft es jedoch nicht mehr, das Schiff davon abzuhalten, mit der Nerada zu kollidieren. Kurz vor der Explosion werden Pike, Kirk und Spock von Scotty an Bord der Enterprise gebeamt. Die rote Materie erzeugt innerhalb Neros Schiff ein schwarzes Loch und zerreißt dieses. Kirk bietet ihm Hilfe an, die Nero mit den Worten “Lieber erleide ich tausend Male die Zerstörung von Romulus, als von Ihnen Hilfe anzunehmen” ablehnt. Kirk lässt auf die Nerada feuern, welche endgültig zerstört wird. Um dem schwarzen Loch zu entkommen lässt Kirk die Warpkerne abstoßen (passiert das nicht irgendwie in jedem Star Trek-Film?^^ Hat die Föderation einen Verschleiß von Warpkernen, meine Güte… *g*) und durch die Explosion wird die Enterprise vom schwarzen Loch weggeschleudert und entkommt. Zurück auf der Erde wird Kirk in einer Zeremonie offiziell zum Captain ernannt und ihm Mut und Ehre zugesprochen. Das seien die Werte, welche die Föderation langsam vergessen hat. Kirk tritt offiziell die Nachfolge von Pike an, welcher durch die Folter von Nero in den Rollstuhl musste (in der ursprünglichen Zeitlinie landete er auch im Rollstuhl, allerdings unter anderen Umständen). Nun bricht die Enterprise zu neuen Abenteuern auf, um fremde Welten und Zivilisationen zu erforschen…

Mein Fazit:

Zugegebenermaßen war ich ein wenig skeptisch, bevor ich diesen Film sah. Diese extrem jung aussehenden Schauspieler, vor allem Chris Pine hat in mir Unmut erzeugt, konnten mich nicht so recht überzeugen bei dem, was ich bis dahin gesehen hatte. Zachary Quinto war für mich immer nur Sylar aus Heroes, auch wenn er diesmal spitze Ohren und eine Topffrisur hat. Doch dann sah ich Star Trek, und was soll ich sagen: Ich war überwältigt! Geniale Action und Effekte, von Anfang an, ein mitreißender Score, bis auf wenige Ausnahmen packende Szenen, eine interessante Story (auch wenn das Thema Zeitreisen doch ein wenig ausgelutscht ist *g*) sowie überzeugende Akteure, allen vorran Chris Pine und Zachary Quinto. Zu Beginn des Films habe ich bei Quinto immer das Sylar-typische Uhrenticken erwartet, wenn er jemandem nahe kam, doch er überzeugte schnell als Spock, genau wie Pine als Kirk. Das lässt auch über eher schwache Szenen wie die erwähnte, unnötige Verfolgungsszene von Kirk durch ein riesiges, rotes Alien sowie die Szene, in der der Gegenwarts-Spock sich im Schiff des neuen Spock aus der Nerada herausballert in extremster Star Wars-Manier (wer sich an die Schlussszene in Independence Day erinnert gefühlt hat, hebe die Hand *handheb*). Beim zweiten Mal schauen im Kino fand ich den Film sogar noch besser, und der Soundtrack ist, entgegen meines ersten Eindrucks, zu einem meiner Lieblings-Scores geworden. Und das sage ich als alter Soundtrack-Hörer.^^ Star Trek: Von mir 8 von 10 Punkten! Schaut ihn euch an!

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