Paintball in Málaga: Let the action begin!
Heute wurde von Sergo Banderas, dem Lehrer der kooperierenden IT-Schule in Málaga, ein Event organisiert: Erst sollten wir um 08:30h die Webseite zu unserem 4 wöchigen Aufenthalt in Málaga und der Arbeit in der spanischen Firma präsentieren (zu erreichen unter http://malaga.bjobre.de) und danach war mit einigen spanischen Schülern ein Paintball-Spiel geplant. Geil!
Um ca. 09:30h war es dann soweit, wir wurden mit einem Bus abgeholt und fuhren zum Schauplatz des Geschehens, einer riesigen Paintball-Anlage etwas außerhalb von Málaga. Als wir im Dörfchen Macharaviaya ankamen, staunten wir nicht schlecht: Ein wunderschönes kleines, malerisches Örtchen. Und hier soll Paintball gespielt werden? Mal schauen… Erstmal ging es ca. 15 Minuten Fußweg bergab durch das Dorf und wir kamen an einem von außen eher unscheinbaren kleinen Häuschen an. Wie jetzt, wo ist die Paintball-Anlage? Wo sind die Markierer??? Wir gingen alle in einen Hinterhof, wo schon jede Menge Overalls, Schutzwesten und Handschuhe an Wäscheleinen hingen. Hm, sieht doch alles irgendwie… inoffiziell aus… Eher privat gehalten. Jeder suchte sich erstmal sein Equipment aus, und nachdem man endlich einen (halbwegs) passenden Overall gefunden hatte und alle Anwesenden in 2 Gruppen zu je 15 Spielern aufgeteilt wurden, ging es dann wieder zu Fuß weiter zum eigentlichen Gelände. Dieses war aufgeteilt in mehrere verschiedene Szenarien (von Hügel stürmen, Häuserkampf bis hin zu Belagerung).
Der dortige Spielleiter und Koordinator gab erstmal jedem seine Maske und Markierer und machte uns mit der Handhabung letzterer bekannt. Nun ging es ans erste Szenario: Belagerung. 6 Spieler hatten die Mission, eine Art “Holzburg” zu verteidigen, während der Rest diese stürmen sollte. In der ersten Runde gehörte ich zu den Angreifern. Nachdem ich nach einigen Minuten ein Gefühl für den Markierer hatte, fing es an, ungeheuer Spaß zu machen! Ich erwischte relativ schnell zwei der Verteidiger an Schulter und Arm, womit diese ausschieden und dies durch erhobene Hand anzeigen sollten. Weiter gings, von Deckung zu Deckung, bis wir schließlich die Burg erobert hatten. :-) Bisher wurde ich kein einziges Mal getroffen! :-)
Nach zwei weiteren Runden (diesmal gehörte ich zu den Verteidigern, und mal so gesagt: Verteidigen ist um einiges schwerer!) ging es zum nächsten Szenario. Leider haben wir, das rote Team, den Anweiser nicht ganz verstanden und sind einfach mal direkt zum dritten Szenario, Häuserkampf, losgezogen und haben dort ewig auf den Angriff des gelben Teams gewartet. Der kam aber natürlich nicht, und wir wurden irgendwann vom Anweiser wieder zurückgeholt. :-)
Das zweite Szenario war eher einfach gehalten: Die eine Gruppe sollte oben auf einem Hügel hinter ein paar Deckungen Stellung beziehen, während die andere Gruppe diesen stürmen sollte. Gefiel mir ehrlich gesagt nicht so sehr, da man einfach viel zu schnell den Überblick verloren hat… Das dritte Szenario war dann auch das letzte, welches wir aber am längsten gespielt haben: Häuserkampf. Wir fanden uns in einem kleinen Pseudodörfchen aus Holzhütten und Türmen wieder, welches von beiden Teams angegriffen wurde, von jeder Seite eins. Dies war meine Meinung nach das spannendeste Szenario, da man sich sehr frei zwischen den Hütten bewegen konnte und das Deckungsspiel sehr spannend war! Wir tauschten mehrmals die Seiten, und bei harten Schusswechseln wurde ich doch leider mehrmals getroffen, und ich muss sagen, so ein Treffer auf die Schulter oder den Oberarm zimmert doch ordentlich. :-)
Zum Abschluss spielten wir in selbigem Dorf die unter Shooter-Fans bekannte Spielart “Capture the Flag”. Für die die nicht wissen, was das ist: In der Mitte des Dorfs wurde eine Flagge hinterlegt, die man zurück zu seinem eigenen Startpunkt bringen sollte. Das Team, das dieses schafft, hat gewonnen. Auch sehr cool, und nach mehreren Spielen war der Tag dann auch schon vorbei. Wir gaben die Masken und Markierer wieder hab und es ging zurück zum Haus, wo wir dann auch den Rest des Equipments wieder abgaben. Der Tag hat mir unheimlich Spaß gemacht, und obwohl ich den einen und anderen blauen Fleck davon getragen habe, würde ich jederzeit wieder mitmachen. Ein sehr cooles Spiel! :-D
Nun ist schon der zweite Tag der letzten Woche rum, Samstag geht es wieder zurück Richtung Heimat… Ich muss sagen, trotz allem was ich hier schönes erlebt habe, kann ich es kaum erwarten.
Liebe Grüße an alle Leser aus Spanien!





