Film-Rezension aus dem heimischen Couch-Kino: 2012
// März 9th, 2010 // No Comments » // Film und Fernsehen

Hallo liebe Leser,
heute melde ich mich zurück, mit einer neuen Filmrezension. Lange ist es stillgeworden um mich, das hat vielerlei Gründe, welche ich nicht alle aufführen kann, das würde den Rahmen eines normalen Blogs sprengen. Aber ich nehme mir ab heute wieder häufiger die Zeit zu schreiben, zu lange ist es her, dass ich dieser mir sehr lieben Tätigkeit nachgekommen bin. Das Wetter ist toll, die Sonne scheint, ich hab Schmetterlinge im Bauch und höre gute Musik. Was liegt da nicht näher, einen Blog über den gerade von mir gesehenen Film “2012″ von Roland “Godzilla” Emmerich zu schreiben? *g*Zunächst: Ich bin mit keinerlei Erwartungen an den Film gegangen. Von überall her schallten die vernichtenden Kritiken zu diesem Streifen, nirgends hörte ich auch nur ein gutes Wort über Roland Emmerichs neuestes Werk. Da ich mich von so etwas jedoch nicht beeindrucken lasse und mir lieber ein eigenes Bild mache, bevor ich mir ein Urteil bilde, schaute ich ihn mir heute an. Hier meine Meinung:
In den Hauptrollen des Films sind John Cusack (“Room 1408″) sowie Amanda Peet (“The Whole Nine Yards”) zu sehen sowie in weiteren Rollen Oliver Platt (“Three To Tango”) und Danny Glover (“Lethal Weapon”). Von allen sind mit eigentlich nur John Cusack und Danny Glover wirklich in Erinnerung geblieben, mochte ich doch den zugegebenermaßen sehr kitschigen Film “Serendipity” mit ihm und Kate Beckingsale sowie den Horrorstreifen “Room 1408″. Danny Glover hingegen war einfach nur fantastisch in der “Lethal Weapon”-Reihe. Hier spielen beide Figuren, wie sie unterschiedlicher nicht sein können: John Cusack spielt einen minder erfolgreichen Authoren eines Weltuntergang-Thrillers namens “Farewell Atlantis” welcher getrennt von seinen 2 Kindern sowie seiner Ex-Frau (Amanda Peet) versucht, seinen künstlerischen Ambitionen nachzugehen. Danny Glover spielt hingegen den US-Präsidenten, welcher die Bevölkerung auf die bevorstehende Katastrophe vorbereiten muss. Ach ja, Thandie Newton fällt mir auch gerade ein als die Tochter des Präsidenten. Wirklich herausstechend ist ihre Rolle aber nicht…
Zur Story, welche man recht flott zusammenfassen kann: 2009 wird in Indien entdeckt, dass sich der Erdkern durch die größten Sonneneruptionen, die jemals gemessen wurden, drastisch aufheizt. Dadurch fangen die tektonischen Erdplatten an, sich zu verschieben, was zu massiven Erdbeben und Vulkansausbrüchen auf dem gesamten Planeten führt. Zusammen mit anderen führenden Nationen beschließen die USA, ein zunächst geheimes Projekt zum Erhalt der menschlichen Rasse, Kultur sowie der Flora und Fauna der Erde zu realisieren.
Zur Umsetzung: Ich muss sagen, ich habe mich von diesem Film unterhalten gefühlt. Vielleicht, weil ich eben mit keinerlei Erwartungen und Hoffnungen rangegangen bin und somit nur positiv überrascht werden konnte. Natürlich gibt es aber auch einige Kritikpunkte meinerseits. Die penetrante Schleichwerbung! Zuerst wird einem Microsoft Virtual Earth vor die Nase gehalten. Danach Bentley. Und so weiter und sofort. Also das hat sogar mich schon genervt, dabei bin ich was so etwas angeht normal recht unempflindlich. Nächster Kritikpunkt: Warum werden sämtliche Staatsoberhäupter durch irgendwelche anderen Figuren dargestellt, aber der Gouverneur von Kalifornien ist immernoch Arnold Schwarzenegger, dessen Akzent in einer Szene (er hält eine Pressekonferenz) so richtig überspitzt dargestellt wird? Es wird sogar auf seine Vergangenheit als “Schauspieler” hingewiesen. Dann, noch schlimmer, dieser reiche, nervige, fette, nervige und eckelige, ach ja, nervige Russe, der geredet hat wie Axel Schulz, den Mund dabei aber noch langsamer bewegt hat und klischeehaft mit einer hübschen blonden Tussi zusammen war, welche ihn jedoch mit dem Piloten der Familie betrog sowie seiner zwei hässlichen asozialen Kinder! Gott, diese Rolle war absolut nicht nötig und hätte den Film eindeutig um einiges besser gemacht.
Aaaaaaber da fällt mir gerade eine der coolsten Rollen im Film ein: Woody Harrelson als bekloppter Verschwörungstheoretiker-Hippie, welcher einen Radiosender betrieb und darüber über das Ende der Welt gequasselt hat! *g*
Unter dem Strich fand ich den Film jedoch wie gesagt recht unterhaltsam, nichts besonderes, Katastrophenfilm in Emmerich-bekannten Dimensionen, ok, hier sogar noch ein bißchen krasser, guten Effekten und einem mehr oder minder Happy End mit einigen Toten (darunter der neue Kerl der Ex-Frau von John Cusack, YES! *hust*). Aber unterhaltsam. Von mir 6 von 10 Punkten.
Danke fürs Lesen und au revoir.







